Ich bin Linus von Linus Giese

Hey du #gehört auf #Spotify
gelesen vom Autor, erschienen bei #LübbeAudio

beeindruckt hat mich Linus schon sehr. Geboren 86 also drei Jahre jünger als ich, wächst er auf in einer Zeit in der man zwar weiß, dass es homosexuelle und heterosexuelle Menschen gibt, ggf. mag auch jemand beide Geschlechter, ist also bi, aber darüber hinaus gibt es nicht viel. Es gibt Mädchen, die ‚lieber ein Junge wären‘ weil sie Fußball spielen und gerne Hosen tragen, statt Kleider, doch mehr… kommt in seiner und meiner Welt nicht vor. Während ich im Garten stehe mit ca. 6 Jahren und meiner Mama erzähle, ich hätte einen Penis, der wäre nur sehr versteckt möchte Linus unbedingt einen haben. Er möchte sein wie sein Bruder und damit meint er nicht, groß und stark sondern eigentlich ein Junge. Es dauert Jahre bis er so aufgeklärt ist, dass er seinen Kindheitstraum vom Leben als Mann umsetzt.
Nachhaltig beeindruckt hat mich das. Denn mit Anfang 30 neu anfangen und damit meine ich wirklich richtig neu und von Null, das braucht Mut und den Willen weiterzumachen und nicht aufzugeben.
Hat er gemacht und darüber erzählt er in dem Buch. Er erzählt davon wie schwer das war sich in der Welt zurecht zu finden. Seinen Weg zu gehen. Er hat viele Wege beschritten und so, wie ich das Buch verstanden habe, ist er noch nicht angekommen. Er ist auf seinem Weg.
Ich wünsche ihm viel Glück weiterhin. Bin ein bisschen stolz auf eine Person, die ich nicht kenne, weil er diese mutigen Schritte geht und als Vorbild für so viele dienen kann.
Er klärt sehr gut auf, was passiert mit einem Körper, der Hormone bekommt, wie sich was verändert und welche Wege man gehen muss.

Ein absolut mutmachendes aber auch aufklärendes Buch.

Ich empfehle es euch gerne.

Bis bald mal wieder
Eva

Kurzbeschreibung

Ein Satz, der wie eine Selbstverständlichkeit klingt – «Ich bin Linus» –, doch er teilt sein Leben in ein Davor und Danach. Auf beeindruckende Weise erzählt Linus Giese, warum er einunddreißig Jahre alt werden musste, um laut auszusprechen, dass er ein Mann und trans ist und warum sein Leben heute vielleicht nicht einfacher, aber sehr viel glücklicher ist.«Wer verstehen will, welche verschlungenen Wege es manchmal sein können, auf denen sich die eigene Identität entdecken lässt, wer verstehen will, wie sich eine Person immer wieder neu finden kann, wer verstehen will, was es heißt, trans zu sein, dass das nicht nur im Singular, sondern im Plural existiert, dass es ein ganzes Spektrum gibt, wie sich als trans Person leben, denken und lieben lässt – all denen sei dieses Buch ans Herz gelegt.» (Carolin Emcke)Eigentlich ahnt er es seit seinem sechsten Lebensjahr. Doch aus Sorge darüber, wie sein Umfeld reagieren könnte und weil ihm Begriffe wie trans, queer, nicht-binär fehlen, verschweigt Linus lange, wer er wirklich ist. Mit dem Satz «Ich bin Linus» beginnt im Sommer 2017 sein neues Leben, das endlich nicht mehr von Scham, sondern Befreiung geprägt ist. Offen erzählt Linus Giese von seiner zweiten Pubertät, euphorischen Gefühlen in der Herrenabteilung, beklemmenden Arztbesuchen, bürokratischen Hürden, Selbstzweifeln, Freundschaft und Solidarität, von der Macht der Sprache und digitaler Gewalt. Seit seinem Coming-Out engagiert sich Linus für die Rechte von trans Menschen. Vor allem im Netz, aber nicht nur dort, begegnet ihm seither immer wieder Hass. Doch Schweigen ist für ihn keine Option.«Linus Giese erzählt seine Geschichte so offen, mutig und spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ich sage das nicht oft, aber: Hören Sie diesem Mann zu.» (Margarete Stokowski)