Die Elenden von Anna Mayr

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Wow, einfach wow. Das war interessant, aufschlussreich und schockierend. Die Autorin berichtet völlig schonungslos aus ihrem Leben als Hartz IV empfangendes Kind und damit erzÀhlt sie aus dem Leben vieler Menschen in diesem Land.
Sie erklĂ€rt die Aufteilung der Gelder, die ZustĂ€ndigkeiten der Ämter und viele kleine Wahrheiten.

„Du kannst mit 20 Euro ein Paar Schuhe kaufen und… Alles was du brauchst ist Zeit.“ so, oder so Ă€hnlich war ein Satz, der mich nicht mehr los lĂ€sst. Denn er ist so simpel wie wahr.

„Kinder werden auch mit Toast Hawaii groß.“ ja natĂŒrlich und Nudeln mit Ketchup machen auch satt. Gesund ist anders, nur wenn du ĂŒberlegen musst, ob du isst oder dem Kind neue Schuhe kaufst, dann… Die Antwort darauf ist auch einfach.
Anna erklÀrt auch, dass es sie nervt, dass ihre Eltern, wie viele andere als Menschen zweiter Klasse gewertet werden und wie schwer es ihr fÀllt in der Arbeiterklasse anzukommen, weil sie eben auch die andere Seite kennt und verinnerlicht hat. Sie mag nicht in die eine oder die andere Schublade passen, es gelingt ihr nicht.

Schockiert hat mich, weil ich es nicht wusste, dass im Hartz IV Satz fĂŒr Kinder das Kindergeld enthalten ist. Das finde ich grausam unfair. Mir fehlen hier die Worte. Denn das Problem kenne ich nicht. Wir waren nie auf den Staat angewiesen. DafĂŒr bin ich dankbar.

Die Elenden ist ein Buch, das ich mir durchaus auch als Print ins Regal stellen wĂŒrde, weil ich es schonungslos ehrlich finde und das aktuell sehr schĂ€tze.
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Bis bald mal wieder 💙

Eva

Klappentext:
Warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht.

Faul. Ungebildet. Desinteressiert. Selber schuld. Als Kind von zwei Langzeitarbeitslosen weiß Anna Mayr, wie falsch solche Vorurteile sind. FrĂŒher schĂ€mte sie sich, dass ihre Eltern keine Jobs haben. Heute weiß sie, dass unsere Gesellschaft Menschen wie sie braucht: als drohendes Bild des Elends. In ihrem kĂ€mpferischen, thesenstarken Buch zeigt Mayr, warum wir die Geschichte der Arbeit neu denken mĂŒssen und wie eine Welt aussehen könnte, in der wir die Elenden nicht mehr brauchen, um unseren Leben Sinn zu geben.