Rezensionen – wer schreibt die, für wen und welchen Kodex gibt es da?

Wie da gibt es einen Kodex? Denkst du dir und ja, das dachte ich auch.
Die SP Autoren*innen (Selfpublisher oder Autor*innen im Selbstverlag) bauen auf deine Meinung. Dafür solltest du diese bitte mit möglichst vielen Sternen und möglichst unkritischen Worten beim großen A kundtun.  

Du denkst dir nur so. #raffichnicht
Hä, was habe ich mit dem Ranking und der Sichtbarkeit zu tun?
Außerdem muss ich doch nicht jedes Buch gut finden. Wenn ich ein Buch schlecht (scheiße) fand, dann sag ich das auch so.
Außerdem, wenn es nur so okay war, dann schreib ich doch keine Rezension. Warum mich extra dafür an den Rechner setzen?
Und sollte ich auch eine für ein abgebrochenes Buch schreiben? Wenn ja, was schreibe ich denn da rein?

Fangen wir klein an. Das Problem ist groß.

Versuchen wir uns zu sortieren, was kompliziert ist.

Du tust den Autor*innen natürliche einen immensen Gefallen, wenn du gute Rezensionen schreibst. #weilwerbungundso
Bleibe dabei bitte sachlich und werde nicht ausfallend. Das gehört schlicht zum guten Ton. #höflichkeitsiegt

Gute Rezensionen, 5 oder 4 Sterne, sind super. 3 Sterne ist schon wieder nur so mäh und drunter wird es wohl noch schlimmer. Denn diese Sterne haben einen Einfluss auf deren Ranking und damit auf die Sichtbarkeit. Wenn das Buch gesehen wird, wird es auch gekauft und gelesen. Somit hat deine Rezension vielleicht tatsächlich Einfluss auf das Gehalt des Autors/der Autorin.

Musst du deshalb nur gute Rezensionen schreiben?
Um Himmels Willen NEIN.
Du darfst und du solltest bitte auch Rezensionen schreiben, wenn du das Buch nicht mochtest. Mir als Leser*in hilft sogar der Satz, dass dir das Buch nicht zugesagt hat.
Mir hilft sogar die ein Sterne Rezension, in der du mir sagst, dass du abgebrochen hast. Mir als Leser hilft wirklich jeder noch so kleine Satz, deshalb bitte ich dich, schreib die Rezi, wenn du anderen etwas zu sagen hast.
Das hilft Autor*innen eventuell nicht weiter, ist wohl auch egal.

Das große A verlangt inzwischen auch 20 Wörter, wenn ich über die e-Reader App oder den Reader rezensieren möchte. Das ist mir manchmal auch zu viel. Dann will ich keinen Roman schreiben oder mir fällt schlicht nicht ein, was ich erzählen soll. Du weißt, ich schreibe viele Rezensionen und es sollte kein Problem sein. Ist es manchmal dennoch.
Deshalb verstehe ich völlig, wenn du hingehst und nur die Sterne markierst.
Mögen die Autor*innen übrigens auch nicht, weil keine Kritik und so. #wtf

Ich als Leser*in orientiere mich bei manchen Produkten, auch Büchern, gerne an den Nörgler*innen. Ich will gar nicht wissen, was die Leute alles toll finden. Ich will wissen, was sie schlecht finden. Was unsauber ist, was nicht passt oder sonst wie doof war. Denn dann kann ich überlegen, ob ich damit leben kann. Eine Rezension ist eine persönliche Einschätzung. Eine subjektive Erfahrung. Du und ich können anderer Meinung sein und das ist super so. Deshalb schreib sie. Schreib bitte deine Rezension, für dich und für mich und für alle anderen.

Deshalb bin ich auch der Überzeugung, dass Rezensionen von Produkten (Büchern) von Nutzer*innen (Leser*innen) für Nutzer*innen (Leser*innen) sind.

Meiner Meinung nach ist es falsch zu sagen, konstruktive Kritik ist in Rezensionen zu äußern. Kann man, aber es ist keine Pflicht. Denn was mir gefallen hat, hat vielleicht einer anderen Person nicht gefallen. #mankannesnichtallenrechtmachen

Möchte ein Autor*in wissen wo die Geschichte hakt, wo Logikfehler sind, wo die Rechtschreibung noch verbesserungswürdig ist? Er/Sie möchte wissen, wann das Buch Längen hat und was diese erzeugt?
Ja denn die Fragen sind berechtigt, hierfür zuständig sind:

  • Testleser*innen
  • Lektorat
  • Korrektorat
  • Vielleicht Familie und beste Freunde und mit der Kritik muss man dann klarkommen.

Die Autor*innen möchten Rezensionen?
Dann müssen sie auch die schlechten annehmen. Sie müssen die nicht mögen. Sie müssen die nicht einmal verstehen. Denn Rezensionen sollten begründet sein, es darf emotional begründet werden. Diese Rezensionen kann man nicht verstehen, denn es war nicht die eigene Emotion, die diese Rezension ausgelöst hat. Rezensionen sind für Leser*innen von Leser*innen.

Autoren sollen bitte aufhören um Rezensionen zu ‚betteln‘. Das Buch wird bewertet werden, wenn es den Menschen gefällt. Es wird immer mehr Leser*innen geben als Rezensionen. Es gibt zu viele Menschen, die still lesen.

Bücher, die nur gute Rezensionen haben, sind so glaubwürdig wie Produkte, die nur gute Rezensionen haben. Nämlich gar nicht. #gefälligkeitsrezension
Wie oben schon erwähnt. Man kann es nicht allen recht machen und es wird immer einer meckern.

Es nervt mich in letzter Zeit immens, wenn immer nur rumgeheult wird, weil das Buch nicht gemocht wird. Wie unfair das alles ist und wie schlimm und schlecht und so gemein, weil man sich so viel Mühe damit gemacht hat. Es ist nicht einfach mit Kritik umzugehen.

Mir wäre es lieb, es würden keine schlechten Rezensionen kommentiert und diskutiert werden. Ich finde das ganz anstrengend und führt oft zu nichts.

Wenn man aber mit einem Buch in die weite Welt zieht, dann muss man alle Rezensionen akzeptieren, auch die schlechten.

Over and out, ich musste das los werden.

Danke für deine Zeit

Bis bald mal wieder ❤

Eva

PS: Hier ist heute Platz für Kommentare.

2 Gedanken zu “Rezensionen – wer schreibt die, für wen und welchen Kodex gibt es da?

  1. margauxnavara schreibt:

    Zur Einschätzung: Ich bin Autorin und ich veröffentliche selbst.
    Klar: Jede AutorIn möchte lieber gute Rezensionen sehen als schlechte. Wer will das nicht? Wer will nicht lieber Komplimente einheimsen, anstatt zu hören, die Nase sei zu lang?
    Die meisten Autoren vergleichen das so. Dabei übersehen sie, dass es nicht um etwas gottgegebenes geht wie eine Nase, sondern um ein Werk, das gut oder schlecht oder einfach verbesserungswürdig sein kann.
    Also, liebe Leser oder Buchblogger, schreibt bitte, was euch nicht gefällt und was euch gefällt. Und wenn ihr keine Lust habt auf viele Worte, dann belasst es bei Sternen. Seitdem das möglich ist, wird die Einschätzung nämlich realistischer und bildet viel mehr den Durchschnitt ab als zuvor.
    Meine Erfahrung sagt mir, dass man entweder dann eine Rezension schreibt, wenn das Buch extrem gut gefallen oder extrem nicht gefallen hat – mache ich auch so. Dann sind nämlich Emotionen dabei, die bei einem mittelprächtigen Buch kaum aufkommen.
    Ich freue mich natürlich trotzdem weiterhin über ausführliche Rezensionen (wie auf diesem Blog), weil ich damit viel genauer einschätzen kann, ob das Buch wohl für mich geeignet ist oder nicht. Nur, weil einer abgebrochen hat, heißt das nicht, dass ich das auch tun würde.
    Ich habe schon so einiges gekauft oder gehört, was du hier vorgestellt hast und werde mich weiterhin auf dein Urteil verlassen, weil ich inzwischen weiß, wo wir konform gehen und wo nicht.
    Mach also bitte weiter und schreibe Rezensionen, ganz nach Lust und Laune lang oder kurz, und nach deiner Einschätzung gut oder schlecht.

    Gefällt 3 Personen

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