Über die Lust am Leben und den Frust am Coronavirus

Ich bin frustriert, enttäuscht, traurig, ein bisschen sauer und vor allem echt genervt. Der Wahnsinn macht sich breit in Deutschland, alle gucken zu und keiner denkt mehr selbständig nach. Da lebst du schon in einem zivilisierten Land und dennoch passiert so etwas. Eine Grippewelle kommt, ausgelöst von einem neuen Virus und absolut alle drehen durch. Warum?

Als ob es die erste Grippewelle der Menschheitsgeschichte wäre, oder Krankheitswelle…. Zusätzlich zum warum stellen sich noch unzählige Fragen mehr und ich weiß gar nicht ob ich auf den Zug der Theoretiker aufspringen möchte. Den Frust von der Seele schreiben muss ich mir aber doch. Da freust du dich ein halbes Jahr auf die Buchmesse, weil Buchmesse unter uns ist wie Klassentreffen. Ein Anlass an dem man viele Freunde trifft, die man sonst nur übers Internet kennt. Buchmesse ist ein großes Familientreffen. Das Teilen einer Leidenschaft für das geschriebene Wort. Das Treffen mit Autoren, den großen Schöpfern wunderbarer Geschichten der heutigen Zeit. Buchmesse ist einfach ein Erlebnis. Vor einer Woche hieß es noch, wir machen die Buchmesse in jedem Fall. Daraufhin habe ich mein Zugticket gebucht, das Air BnB hatten wir schon im Oktober reserviert, denn „nach der Messe ist vor der Messe“. Nun hat sich der Veranstalter dazu entschieden, die Messe abzusagen. Nicht zu verschieben, sondern abzusagen. Was folgt sind große Enttäuschung und Wut über die Ohnmacht in dieser Situation. Wir können nicht ändern was gerade passiert. Wir möchten uns aber ärgern dürfen. Ohne uns für unsere Gefühle zu entschuldigen.

Wenn du nun in NRW wohnst und keine halbe Autostunde vom plötzlichen akuten Krisenherd entfernt und dieses Chaos in Deutschland beobachtest, dann fragst du dich schon, ob der Kopf auf vielen Hälsen reine Deko ist. Und nein, ich habe noch keinen Hamster gekauft, noch immer nicht. Ich sehe auch nicht ein wozu! Mich frustriert warum wir in Deutschland keine einheitliche Regelung hinbekommen, wie ein Nachbarland. Warum gilt hier überall die „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!“ Politik? Warum erzählt man allen es wäre nicht so schlimm und schließt dann öffentliche Einrichtungen, Schulen und Kindergärten? Das alles verstehe ich nicht. Warum finden Fußballspiele statt, Messen aber nicht? Frischluft? Keine Ahnung. Ich weiß es nicht, ich verstehe es nicht und muss es wohl oder übel unter dem Kapitel „man muss nicht alles nachvollziehen können“ ablegen.

Was bleibt ist zu sagen es tut mir leid Freunde, ich hätte euch alle gerne getroffen. So dauert es länger, so müssen wir überlegen, ob wir es unabhängig von einer Messe oder einem offiziellen Veranstalter schaffen uns zu treffen oder was wir tun. Alle Kleinigkeiten, die ich so hatte, werde ich dann wohl für die nächste Messe aufheben. Geht auch. Ich bin etwas sentimental und möchte daher die Menschen grüßen, die ich am meisten vermissen werde.
Unsere Messe WG bestehend aus Sandra und Alex.
Unser Messe Adoptiv-Kind Juliane
Die Autorinnen Mädels aus Frankfurt Margaux, Sarah, Ina und Melissa. Neue und schon länger liebgewonnene Blogger Mädels: Franzi, Mel, Betty, Saskia, Michaela Und so weiter und so fort.

Ach Manno, ich möchte jetzt schmollen und einen Kakao und ins Bett. Wenn dieser ganze Wahnsinn nur wenigstens bringt, dass die Leute unabhängig von allem die Hände regelmäßig waschen und krank mit ihrem Hintern daheim bleiben, dann ist dieser ganze Irrsinn zumindest für eines gut.

Macht’s euch fein ❤

Eva

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