Bibliothek / 590 Seiten / C.H.Beck/ 28.02.25
Eine Geschichte mit so viel Inhalt.
Eine Familie in den 50ern, 60ern und 70ern.
Ein Schicksal, ein Unglück das verbindet und trennt zugleich.
Männer, die ihre Macht ausnutzen, Frauen, die es zulassen und Frauen, die sich auflehnen.
Hat mir unglaublich gut gefallen.
Das Buch ist in viele Abschnitte unterteilt, du weißt immer in welchem Jahr du bist und bei welcher Person.
Wir erleben Alice, Louise, Juditta, Vic, Barbara, Carl, Jacob, Tracy, evtl noch mehr.
Man glaubt den Überblick zu verlieren, aber das tut man gar nicht.
Ich habe gelitten mit Alice, Peter verachtet… Beide Peter, ich habe TJ geliebt und Barbaras Hand gehalten. Juditta habe ich auf die Schulter geklopft und Louise alles gute gewünscht und um Bear hab ich geweint.
Ein wundervolles Buch. Sicher ein Highlight für mich in 2025, denn ich war drin, konnte es nicht weglegen.
☆☆☆☆☆
Bis bald
Eva
„Wenn du dich verläufst: Setz dich hin und schrei!“
Manche sagen, es sei tragisch, was den Van Laars widerfahren ist.
Manche sagen, die Familie habe es verdient. Sie hätten sich nicht einmal bei den Suchern bedankt, die fünf Nächte lang im einskalten Wind ausharrten, um ihren vermissten Sohn zu finden.
Manche sagen, es habe einen Grund gegeben, warum die Familie so lange brauchte, um Hilfe zu rufen. Dass sie wussten, was mit dem Jungen geschehen war.
Jetzt, vierzehn Jahre später, ist die Tochter der Van Laars in derselben Wildnis wir ihr Bruder verschwunden.
Manche sagen, es gebe keine Verbindung zwischen den beiden Fällten.
Manche sagen, so etwas könne kein Zufall sein.
Es ist August 1975, ein Sommer, der das Leben vieler Menschen in den Adirondack Mountains für immer verändern wird. Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje im Sommercamp liegt, beginnt eine panische und groß angelegte Suche nach der 13-Jährigen. Das Verschwinden einer Jugendlichen im Naturreservat ist unter allen Umständen eine Katastrophe, aber Barbara ist keine gewöhnliche Camperin: Sie ist die Tochter der reichen Familie Van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehören. Und sie ist die Schwester von Bear, dem Jungen, der seit 14 Jahren vermisst wird. Kann das Zufall sein? Was wissen die anderen Kinder im Camp über Barbaras Verschwinden, und was verheimlichen die Angestellten, die im Schatten der Van Laars ihr Dasein fristen? Was hat der aus dem Gefängnis entflohene «Schlitzer» mit all dem zu tun und welche Geheimnisse hütet die Familie selbst?
Mit scharfem Blick führt Liz Moore in ihrem neuen packenden Roman an die Abgründe von sozialer Ungleichheit, Wohlstandsverwahrlosung und Machtmissbrauch, lässt aber auch den Kampf um weibliche Selbstbestimmung und den großen Wert von Freundschaft hochleben. Mit «Der Gott des Waldes» hat sie nicht nur einen brillanten Thriller, sondern auch einen fulminanten Gesellschaftsroman geschrieben.