EVA von Verena Keßler

Sag meinen Namen… EVA von Verena Kessler ist ein Roman über vier Frauen. „Entweder man hat Kinder, oder man hat keine. Niemand macht beide Erfahrungen.“

Inhaltswarnung: unerfüllter Kinderwunsch, Klimaangst, Gewalt an Tieren, regretting motherhood, verwaiste Eltern

Ich dachte ich lese es nicht mal eben so fertig, das Buch. Weil mir die Geschichte von Sina so schwer fiel, doch dann kam Eva und Eva ist so ganz anders. Durch ihre Geschichte bin ich geflogen, habe Seite um Seite geblättert. Gelesen wie sie ihre Meinung vertritt, falsch verstanden wird, manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Da war ihre Sicht der Dinge, um die Klimakrise und die Bevölkerung auch schon erzählt. Schon bin ich bei Geschichte 3, treffe auf Mona, die ich schon von Teil 1 kenne. Aber nun lerne ich sie kennen. Sie und all ihre düsteren Gedanken, alle ausgemalten Fluchtwege aus einer Rolle, die ihr nicht mehr gefällt. Ihre Rolle ist die einer Mama. Und dann wechseln wir zu einer Frau, deren Namen ich nicht kenne. Sie zerbricht beinahe an ihrem Verlust. Oh was habe ich das gefühlt und mit ihr gelitten. Und doch hatte sie Mut und etwas Frieden. Was mir am meisten gefallen hat, war dass alle vier Frauen sich irgendwann und irgendwo begegnen. Sie treffen sich, kennen sich nicht und sind doch respektvoll miteinander. Alle machen Fehler, alle verlieren sich und finden sich wieder und alle sind sie so herrlich menschlich mit ihren Zweifeln und ihrem Willen es einfach nur richtig zu machen. Nur richtig.

☆☆☆☆☆

bis bald mal wieder

Eva

Beschreibung

„Verena Keßler verwandelt die unerträgliche Gleichzeitigkeit aus Apokalypse und Nachwuchs in wunderbare Literatur.“ Marlene Knobloch, Süddeutsche ZeitungWas, wenn Sina nicht schwanger werden kann? Wenn Mona nie Kinder bekommen hätte? Wäre die Welt dadurch ein besserer Ort? Ja, findet Klimaaktivistin Eva Lohaus: Nur ein Geburtenstopp kann unseren Planeten noch retten. Während sie mit den Konsequenzen ihrer radikalen Vision kämpft, hadern die Schwestern Sina und Mona mit ihren eigenen Lebensentwürfen. Aus der Ferne beneiden, aus der Nähe bemitleiden sie sich, gemeinsam versuchen sie, Verantwortung und Erwartungsdruck zu widerstehen. Doch erst die Begegnung mit Monas neuer Nachbarin verändert unseren Blick aufs Muttersein wirklich.Was spricht heute gegen, was für eigene Kinder? In ihrer präzisen und bestechend schmucklosen Sprache erzählt Verena Keßler von vier Frauen, die ihre ganz eigenen Antworten auf diese Frage finden.